Girls’ Day 2026: Mit Hammer und Meißel zum eigenen Kunstwerk
Zwei Nachwuchstalente entdecken das Arbeiten mit Stein
Einen spannenden und kreativen Einblick ins Handwerk erhielten Lara und Veronika beim diesjährigen Girls’ Day in unserem Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb. Nach einem herzlichen Kennenlernen mit den Mitarbeitern Simon und Fabienne sowie einem Rundgang durch Werkstatt und Betriebsgelände ging es direkt los.
Zu Beginn stand eine kurze Einführung in die Welt der Steine auf dem Programm, bevor die beiden selbst Hand anlegen durften. Ihre erste Aufgabe: ein Schmetterlings-Relief gestalten. Dabei lernten sie Schritt für Schritt, wie aus einer flachen Zeichnung eine plastische 3D-Form entsteht. Nach einer Einweisung in Werkzeuge und Techniken probierten sie sich selbst aus, arbeiteten Umrisse heraus und entschieden, welche Flächen hervortreten oder vertieft werden sollten. Mit viel Geschick und Kreativität meisterten beide diese Aufgabe und konnten am Ende stolz ihre Ergebnisse präsentieren.
Auch bei der zweiten Aufgabe war Kreativität gefragt: Polierte Steinplatten wurden mit Strahlfolie gestaltet, Motive sorgfältig mit dem Skalpell ausgeschnitten und anschließend gestrahlt. Die fertigen Werke konnten sich sehen lassen.
Lara und Veronika haben sich den ganzen Tag über sehr engagiert gezeigt, waren mit viel Freude bei der Sache und überzeugten durch ihre kreativen Ideen.
Ein rundum gelungener Tag, der gezeigt hat, wie vielseitig und spannend das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk sein kann.
Die beiden Meister und ihre Meisterstücke
"Partnergemeinde Krauchenwies & Isztimér"
Bernhard Waibel's Meisterstück ist eine Hommage an die Verbindung zwischen den beiden Partnergemeinden Krauchenwies (Bernhard's Wohnort) und Isztimér (Gemeinde in Ungarn).
In Udelfanger Sandstein haute er 1996/1997 die Wappen der beiden Gemeinden und eine Umrandung mit der erhabenen Schrift "Partnergemeinde Krauchenwies Isztimér Ungarn", welche auf dem von ihm bearbeiteten Sockel wunderbar zur Geltung kommen.
Sein Meisterstück ziert seitdem Krauchenwies und das Übungsstück hat Bernhard Isztimér geschenkt, wo es noch heute steht und geschätzt wird.
"ARTHROPODA"
Simon Waibel, der Insektenfreund, hat sein Meisterstück den Insekten gewidmet.
Die aus Seedorfer Sandstein bearbeitete Stele ziert das ein oder andere Insekt und seine lateinische, sowie deutsche Bezeichnung der Untergruppen. Von einer Assel, über einen Tausendfüßer, über eine Biene bis hin zu einer Spinne.
Die Stele hat er handwerklich bearbeitet und dabei keine Mühe gescheut. Durch den Übergang von der grob behauenen Oberfläche bis zur immer feiner werdenden Fläche, kommt die Schrift wunderbar zur Geltung.
Sein Meisterstück ziert seit 2022 den Vorgarten der Eltern und das Übungsstück den Garten der Familie.